Content Creation für den Algorithmus - Captain wir brauchen noch ein Keyword!

Falls du jetzt auf der Suche nach den besten Algorithmus-Tipps bist, muss ich dich bereits zu Beginn des Posts enttäuschen - Kopf hoch es gibt genügend "Experten" die darüber fachsimpeln. Heute möchte ich der Frage nachgehen, Content für den Algorithmus oder nur wegen der Keywords? Ich sehe immer öfter "Experten" in meiner Timeline, im Newsfeed oder wie man es auch nennen mag, die versuchen die neusten Erkenntnisse über den LinkedIn-Algorithmus zu offenbaren. Dabei möchte ich niemanden zu nahetreten, es fällt mir nur auf. Die Woche wurde mir mindestens 5x erklärt, wie der Algorithmus am besten zu bespielen ist, witziger Weise waren die Tipps tlw. widersprüchlich oder gingen in eine komplett andere Richtung.

Gut wie so ein Algorithmus funktioniert, kann man sich auch ganz ohne Doktor in Raketenwissenschaften zumindest ausmalen, ganz genau werden wir es ohnehin nicht in Erfahrung bringen. Holen wir ein wenig aus und nehmen einfach Google als Beispiel, der Suchalgo von Google weist mehr als 400 unterschiedliche Indikatoren auf und ich traue mich, jetzt einmal zu behaupten, auch der LinkedIn-Algo wird nicht nur aus 4 Zeilen Code bestehen und es hängt eine etwas komplexere Abfolge von If->Else etc. dahinter.
 
Es ist ein wenig so, wie mit der Formel von Coca Cola - da ist auch nicht nur Zucker drinnen ;-)
 
Es wird hier also niemanden der Algorithmus erklärt.

Für den Webcrawler, Spider, Searchbot, Robot:

Was ich mich allerdings schon immer häufiger frage oder mich zumindest zum Nachdenken bringt.
 
Schreiben die Leute (Verallgemeinerung, es kommt mir subjektiv so vor | w. o. beschrieben locker 5x die Wo.) nur noch Inhalte für den Algorithmus, den Keywords und zwecks der Zeichenlänge, damit ja genügend <h1> <h2> und <h3> untergebracht werden können - am besten gleich noch mit 20 Aufzählungen, damit ja eine saubere Indexierung aufgeht? Bleibt wenn man nur noch für die Suchmaschinenoptimierung und dem Algo schreibt, nicht zu einem gewissen Grad der freie Wille auf der Strecke? Macht es überhaupt noch Spaß, wenn der Inhalt so zusammen gekünstelt wird? Ich mags mir gar nicht vorstellen, ich tue mir schon schwer ohne auch noch zusätzliche Keywörter unterzubringen, gut ich bin ein Noob was Content Creation angeht - vermutlich liegt es auch daran.

Alles für die Reichweite - Reach um jeden Preis

Solcherlei Fragen kommen da unweigerlich in mir auf. Klar ist eine gewisse Sichtbarkeit (die viel erwähnte Reichweite) auf LinkedIn wichtig und natürlich sind auch Suchmaschinen-Ergebnisse bzw. der Platz auf den SERPs (Search Engine Result Page) von Bedeutung, aber doch nicht mit Krampf - vielleicht kapiere ich auch einfach Social Media per Definition nicht. Für mich ist Social Media ein gemeinsamer Austausch, ein E-Learning Bootcamp - welches nie endet, wenn man so will. Die Möglichkeit mit Leuten, Menschen in anderen Firmen in Kontakt zu treten, die man so einfach nicht kennenlernen würde.

Social Selling vs. Exchange vs. Social Media

Dabei steht bei mir auch nicht das Social Selling im Vordergrund, sondern der Austausch, wenn der Austausch dann auch noch auf Augenhöhe stattfindet und nette Unterhaltungen daraus resultieren - gemeinsame Anknüpfungspunkte gefunden werden. Ja so stell ich mir Social Media vor - zumindest auf LinkedIn. Ich freue mich mit Kollegen und anderen Growth Hacking-Interessierten in Kontakt zu kommen, neue Tools kennenzulernen und auch ganz andere Herangehensweisen kennenzulernen. Growth Hacking ist auch immer mit einer gewissen Portion Querdenken verbunden und man kann halt in viele unterschiedliche Richtungen Querdenken :-). Auch ist Growth Hacking keine reine Online-Disziplin, sehen wir es lieber als eine Art Lebenseinstellung.

Content die Achillesferse

Ich selbst tue mir irrsinnig schwer mit Content der auch wirklich interessant ist, entweder wird es zu technisch und ich kübel den Post noch bevor er überhaupt fertig geschrieben ist oder ich veröffentliche nicht, weil ich selbst keinen Mehrwert für die Community darin sehe. Trotzdem schreibe ich weiter, mein Ziel ist es für 2020 - einen Blog aktiv zu führen, mit interessanten Inhalten - Aufgeben ist keine Option. Über Erkenntnisse und Informationen zum Thema Growth Hacking und generell wichtigen Themen die in Verbindung mit Business Development stehen, dadurch entstehen vielleicht on Top viele nette neue Bekanntschaften.

Tool-Vorstellung: Zim-Wiki

Damit ich euch nicht nur in den Ohren liege. Ich habe diese Tage ein interessantes, einfaches Tool gefunden, um meine Gedanken ein wenig zu sammeln. Es ist jetzt nicht das Endboss-Tool, aber zumindest mir erleichtert es die Arbeit ungemein und es hat vor allem keine unbrauchbaren Funktionen an Board, es macht einfach was es soll. Dieses Tool nennt sich ZIM und ist ein erweiterter Editor, mit dem man ganze Offline Wikis anlegen kann - einfach und knackig, kann man so Informationen zu bestimmten Themen schön aufgeräumt sammeln.
 
Wer nun Lust auf Zim Editor bekommen hat, kann sich das Tool unter:
 
Ganz einfach runterladen die Software im Übrigen kostenlos und Open Source.